Als ich dreißig wurde,
waren in meinen Kontakten
nur noch zwei, drei Freunde aus der Grundschul- und aus der Schulzeit übrig.
Und selbst die
meldeten sich nur alle paar Monate kurz,
um zu fragen, wie's mir geht.
Warum sollte gerade ich keine neuen Freunde haben wollen?
Aber sobald ich wirklich vor jemandem stand,
wurde mein Kopf leer.
Meine Augen wanderten wie von selbst zum Boden,
ich brachte keinen Ton heraus.
Mir brach der kalte Schweiß aus.
Mein Gegenüber wurde nervös
und unangenehm berührt:
genau dieser Ausdruck.
Diesen Ausdruck zu sehen,
war für mich das Schlimmste auf der Welt.
Am Ende habe ich niemanden mehr getroffen
und mich zu Hause verkrochen.
Stimmt.
Jeder hätte es sehen können:
Ich war zu hundert Prozent "sozial inkompetent."
Fünf Minuten auf der Toilette, die sich anfühlten wie die Hölle
Nach langer Zeit habe ich endlich mal wieder
einen Freund aus der Mittelstufe getroffen.
Aber er hatte einen jüngeren Bekannten dabei.
Diese fünf Minuten, in denen mein Freund kurz auf die Toilette ging.
Über dem Tisch lag nur eine drückende Stille.
Ich habe sinnlos an meinem Wasserglas herumgespielt,
und der Typ neben mir, dem sichtlich unbehaglich zumute war,
konnte den Blick nicht von seinem Handy losreißen.
Wir haben kaum geredet, dann war das Treffen vorbei.
Diesen Typen habe ich natürlich nie wiedergesehen.
"Warum redest du so wenig?"
Jedes Mal, wenn ich das hörte,
zerriss es mir das Herz.
Ich dachte: „So kann's nicht weitergehen."
Also habe ich wahllos jedes Buch
über Gesprächsführung verschlungen.
Hab's bei allen möglichen Treffen ausprobiert.
Und hat's was gebracht?
Nein. Überhaupt nicht.
Die meisten dieser Bücher sagen: „Hör einfach mehr zu."
Aber ich schweige doch,
weil mir nichts einfällt, was ich sagen könnte —
und dann soll ich auch noch bloß zuhören?
Das ist kein Gespräch,
das ist nur der direkte Weg, um zur Mauerblümchen zu werden.
Die haben keine Ahnung, womit Introvertierte wirklich kämpfen.
Was ich brauchte,
waren keine Tipps, wie man „eleganter" redet.
Es ging einzig und allein darum,
wie man die unangenehme Stille durchbricht
und ein Gespräch entspannt am Laufen hält.
Also habe ich selbst angefangen zu recherchieren.
Ich habe die Bücher zugeklappt
und bin kurzerhand losgezogen.
War auf jeder Art von Treffen unterwegs
und hab die Gespräche der Leute ganz genau beobachtet.
„Mit welchem Satz fängt diese Person das Gespräch an?"
„Welches Thema bringt sie, wenn das Gespräch ins Stocken gerät?"
„Was sagen eigentlich die Stimmungsmacher?"
Was für andere ein ganz automatisches Gespräch war,
hab ich Stück für Stück analysiert und notiert —
wie eine mathematische Formel.
So vergingen vier Jahre.
Vier Jahre später
Egal, wo oder mit wem ich bin,
ich habe eine Gesprächsformel
entwickelt, mit der ich jedes Gespräch genießen kann.
Ich gehe zu jedem Treffen
und habe keine Angst mehr, neue Leute kennenzulernen.
Im Gegenteil: Mit jemandem zu reden,
den ich gerade erst kennengelernt habe, macht mir richtig Spaß.
Ich habe auch viele Freunde fürs Leben gefunden,
und sogar eine glückliche Beziehung
mit genau der Art von Mensch, von der ich immer geträumt habe.
Meine Persönlichkeit hat sich nicht verändert.
Ich bin immer noch introvertiert,
und bei Partys voller Energie
will ich mich immer noch mittendrin heimlich davonschleichen.
Verändert hat sich nur eine einzige Sache.
Ich habe gelernt, wie man das Eis bricht.
Die Gesprächsformel, die ich in diesen vier Jahren entwickelt habe, steckt komplett in diesem PDF.
Wenn du jemanden zum ersten Mal triffst
und einfach dieser Formel folgst,
läuft das Gespräch in 99 % der Fälle
völlig unangestrengt und entspannt.
Aber mach dir keine Illusionen.
Du wirst nicht plötzlich extrovertiert.
Du wirst auch nicht zum Mittelpunkt
einer Party mit fünfzig Leuten.
Aber eine einzige Sache
verspreche ich dir mit hundertprozentiger Sicherheit.
In einem Gespräch unter vier Augen,
oder in einer kleinen Runde: wie man da ganz natürlich ins Reden kommt.
Weil es dort schlicht weniger Variablen gibt,
funktioniert die Formel perfekt.
Das steckt drin:
1. Der eine Grund, warum deine Gespräche ständig ins Stocken geraten
2. „Was soll ich nur sagen?" — Der erste Satz mit einem Fremden
3. 2 Gesprächsthemen, die immer funktionieren
4. Die „Gesprächskarte"
5. Die Gesprächstechnik, die aus jedem deinen besten Freund macht
6. Wie du im Gespräch als besonderer Mensch auffällst
7. Die Gesprächsformel für Blind Dates
8. Das unbegrenzte Blind-Date-System
Vor vier Jahren, diese fünf Minuten auf der Toilette.
Ich habe dieses PDF geschrieben,
um meinem Ich von vor vier Jahren Bescheid zu geben.
Jetzt hoffe ich, dass auch du
Menschen ohne Angst kennenlernst
und dich auf entspannte, schöne Gespräche freuen kannst.